Alfa plant grosses Comeback!

 

Bis 2018: Der Fiat-Konzern setzt grosse Hoffnungen in Alfa Romeo.

Acht neue Modelle sollen den Umsatz verfünffachen.

Am Anfang der Besserung steht die schonungslose Diagnose: „Ausser in Sachen Stil ging im Laufe der Zeit die Alfa-DNA verloren.“

Das sagt kein aussenstehender Kritiker, sondern der Deutsche Harald Wester, seit 2010 im Fiat-Konzern für die Marken Alfa Romeo und Maserati zuständig. Am amerikanischen Sitz des inzwischen komplett fusionierten Fiat-Chrysler-Konzerns (FCA) in Auburn Hills sandte Wester vor Investoren und Journalisten ein Signal aus: wir haben verstanden, wir müssen bei Alfa-Romeo etwas Neues mit vollständig eigener Identität kreieren.

Von Drei auf Acht: Der technische Ansatz zum Neustart ist eine neue Plattform, intern Giorgio genannt, der finanzielle Aspekt betrifft Investitionen – in Entwicklung und Modernisierung der Fabrikation – in den nächsten Jahren von umgerechnet gut 6 Mia. Franken. Und die Alfisti dürfen sich , wenn Westers Pläne aufgehen, zwischen 2016 und Ende 2018 auf sieben weitere neue Alfa-Modelle freuen. Heute besteht die ausgedünnte Palette aus Mito, Giulietta und dem 4C. Die Produktoffensive muss natürlich Folgen an der Verkaufsfront haben: Wurden 2013 weltweit 74000 Fahrzeuge abgesetzt, sollen es 2018 stolze 400'000 sein.

Eine erste wichtige Neuheit, eine mittelgrosse Limousine als Nachfolgerin des 166, soll in der zweiten Jahreshälfte 2015 lanciert werden, Die IAA in Frankfurt wäre der logische Ort, zumal Wester, auch Maserati-Chef, Mass nimmt an den deutschen Premium –Herstellern. 

 

"Über die Jahre haben sich unsere deutschen Mitbewerber einen unglaublichen Vorsprung erarbeitet, das muss unser Massstab sein.“

Die neuen Autos sollen auf einer Hinterrad-/Allradantriebsplattform stehen, angetrieben von Benzin- und Dieselmotoren mit vier und sechs Zylindern und einem Leistungsspektrum ab gut 100 bis über 500 PS.

Die Betonung auf das selbst Gemachte bedeutet auch, dass der von Mazda entwickelte Spider kein Alfa wird.

Konzentriert: Der von Wester stipulierte Neuanfang hat bei Alfa Romeo ein bisschen schon begonnen, mit dem keinen, heissen 4C. Doch jetzt ist er richtig im Gang mit neu formierten Teams aus derzeit gut 200, teils aus dem ganzen Konzern rekrutierten Ingenieuren, die auf kleinem Raum, in einem brach liegenden Gebäude am Maserati-Sitz in Modena intensiv über der Alfa-Zukunft brüten, Ziel: italienisches Design, technisch originelle Lösungen perfekte 50:50-Gewichtsverteilung und klassenbestes Leistungsgewicht. Die grossen Pläne für Alfa sind Teil einer breiten Offensive des Fiat-Konzerns.